Metabo KGS 216 M Kappsäge – Ein Test

Vor einigen Monaten habe ich mir eine Zug- Kapp- und Gehrungssäge vom Modell Metabo KGS 216M gekauft. Dazu sind dann im Laufe der Zeit vier Artikel entstanden. Im Zuge von einigen inhaltlichen Korrekturen und der künftigen Defragmentierung meiner Artikel enthält dieser Artikel hier nun die Quintessenz meiner Erfahrungen mit der Säge.

Inhaltsverzeichnis

Weitere Werkzeugtests:

Einige Projekte, die ich mit der Säge bereits durchgeführt habe:

Was ihr unbedingt beachten solltet:

Metabo KGS 216M in voller Pracht

Der Bedarf an einem solchen Gerät entstand aus der Not heraus, da ich keine Möglichkeit hatte, wirklich gerade Schnitte zu sägen. Mit einer Stichsäge und auch einem Stichsägetisch von Worx wurden die Schnitte schief und die Schnitte selbst waren nicht rechtwinklig zur Fläche. Eine preisgünstige Tischkreissäge erwies sich als Katastrophe sowohl in Hinblick auf Schnittqualität und Verarbeitung.

Nach einiger Zeit kristallierten sich diese drei Kandidaten heraus:

Laut Internet sind alle drei Sägen empfehlenswert. Da ich keine Tischkreissäge zur Verfügung habe, war daher die maximale Schnittlänge (Und sekundär die -tiefe) wichtig.

Säge Maximale Schnittlänge (90° / 45°) Maximale Schnitthöhe (90° / 45°)
Bosch PCM 7 S 220 / 150 mm 40 / 40 mm
Bosch PCM 8 S 282 / 200 mm 70 / 70 mm
Metabo KGS 216 M 305 / 205 mm 65 / 36 mm

Die Entscheidung

Da die Metabo KGS 216 M die größte Schnittlänge besitzt und außerdem die preisgünstigste Säge im Vergleich war, fiel mir die Wahl leicht 🙂

Angekommen ist sie in einem recht großen Paket. Achtung übrigens: Die Säge wiegt inkl. Zubehör etwa 15 kg und ist im „ausgefahrenen“ Zustand etwa 1 m lang! Daher wirkte es etwas kurios, als unsere Nachbarin, eine ältere Dame von ca. 50 Kg uns mitteilte, dass die Säge in unserer Abwesenheit angekommen sei 😀 Andererseits ist das Gewicht von knapp 15 Kg sehr praktisch, da die Säge über keine Anlaufbegrenzung verfügt und der Dreh-Impuls somit über das Gewicht kompensiert wird.

Ein Tipp am Rande: Wenn ihr Werkzeug bekommt, dann macht vorher ein Foto, damit ihr wisst, wie die Bestandteile in die Verpackung gehören

Das mitgelieferte Zubehör

  • Schraubzwinge
  • Ein Inbusschlüssel für die Justierung des Anschlags
  • Zwei Anschlagerweiterungen
  • Staubabsaugung. Eigentlich für einen Staubsauger gedacht, aber mitgeliefert wird ein Staubauffangbeutel, der leidlich funktioniert.
  • Staubauffangbeutel – Im ersten Moment möchte man meinen, dieser sei ein Witz. Aber wenn man ein Mal ohne ihn gearbeitet hat, wird klar, dass er durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Wer schon mal den Ausstoß der Wasserkühlung eines Jet-Skis gesehen hat, weiß, was ich meine 🙂

Funktionen

Die Säge verfügt (neben dem Sägen an sich) über mehrere Funktionen:

  • Winkeleinstellung in horizontaler Richtung (Das Sägeblatt wird horizontal gedreht) von +45° bis -45°
  • Winkeleinstellung in vertikaler Richtung (Das Sägeblatt wird in der Vertikalen gedreht.) von 0° bis 45°
  • Zugunktion
  • Laser
  • Arbeitslampe

Verarbeitung

Die Winkelverstellungen funktionieren problemlos und die Zugfunktion läuft sehr sauber. Nirgends an der Säge gibt es ein Spiel, alles wirkt sehr stabil.

Der Laser und die Lampe sind leider nur semi-tauglich. Der Laser muss erst einmal mühsam justiert werden. Das ist schon der erste Risikofaktor, denn: Der Laser wird vom Netz gespeist, d. h., die Säge ist in diesem Moment lauffähig. Und hier kommt das Problem: Um den Laser zu prüfen, muss man die Säge herunter drücken, wobei natürlich die Gefahr des Anlaufens besteht, da ja die Sperre gelöst wird – Fehlkonstruktion…

Die Breite des Lasers beträgt ca. 1 mm, was wirklich präzise Positionierungen unmöglich macht – Für grobe Arbeiten ist es aber ein guter Anhaltspunkt. Wenn, ja wenn die schwache Leistung nicht wäre. Im Zimmer noch gut erkennbar, ist er bei Tageslicht praktisch nicht sichtbar. Die Lampe – Naja, wenn man im Dunkeln sägt, ist sie sicher brauchbar 🙂

Zu allem Überfluss sind beide hinter eine Kappe verbaut, die leider nicht bündig schließt, was dazu führt, dass sie nach dem ersten Sägen voller Späne ist.

Zuerst habe ich vermessen, ob die Justierung stimmt und prompt bin ich auf etwas gestoßen: Die Gehrungsausrichtung war alles andere als rechtwinklig. Das heißt im Klartext: Das Sägeblatt stand schief. Und das heißt im Klartext, dass die Schnitte nicht genau senkrecht, sondern schräg sind. Beim Zuschneiden von Bauholz u. ä. mag das ok sein, aber wenn man z. B. Möbel bauen will, ist das nicht tragbar.

Und das ist wirklich ärgerlich gewesen, da es kaum auffällt. Allerdings ist die Justierung hier recht einfach. Es gibt zwei Stellschrauben, je eine für den maximalen Ausschlag in richtung 0° bzw. 45°. Die Justierung funktioniert, in dem man die Stellschrauben löst und dann so lange ein- bzw. ausdreht, bis das Sägeblatt mit dem angegebenen Winkel übereinstimmt.

Achtung: Die Muttern zur Fixierung sind wahnsinnig schnell überdreht. Meine Lösung war, einfach eine zweite Mutter als Kontermutter aufzuschrauben. Die Fixierung hält auch einwandfrei und verstellt sich nicht wieder, wie ich das zuerst befürchtet hatte.

Nun zur Leistung: Da bin ich bis jetzt an keine Grenzen gestoßen. Ich habe sie noch nicht bis zur maximalen Höhe ausgereizt, aber selbst bei zwei Leimholzplatten auf einmal kam es zu keinem hörbaren Drehzahlabfall.

Was in meinen Augen ein wirkliches Manko ist, ist das grobzahnige Sägeblatt. Es besitzt 40 Zähne und einen Durchmesser von 216 mm.

Metabo KGS216 M Sägeblatt justieren

Dadurch reißen die Werkstücke ein. An der eigentlichen Schnittqualität kann man aber nicht nörgeln.

Was nicht unterschätzt werden darf, ist die Masse an Sägespänen, die beim Sägen auftritt.

Mit einem Staubsauger kann man während des Sägens sicherlich viel davon abfangen, aber er muss dann schon ordentlich Leistung bringen.

Allerdings kann man mit einem normalen Hausstaubsauger im Nachhinein die Säge innerhalb von ein paar Minuten bis auf ein paar Stellen, an die man mit dem Pinsel muss, wieder reinigen.

Pro & Contra

Pro

  • Leistung
  • Schnitttiefe und -länge
  • Winkelverstellungen
  • Zugfunktion
  • Gewicht
  • Stabilität
  • Kein Spiel
  • recht günstiger Preis
  • Laser zum Ausrichten der Werkstücke

Contra

  • …der umständlich eingestellt werden muss, kaum sichtbar ist und sich sofort mit Sägespänen zusetzt
  • kaum sichtbares Arbeitslicht
  • Mitgeliefertes Sägeblatt zu grobzahnig
  • Man braucht Platz für die Unterbringung 😉

Ok – Der langen Rede kurzer Sinn: Für mich ist die Säge absolut empfehlenswert, wenn man sie erst einmal justiert hat, was aber in ein paar Minuten erledigt ist. Ich würde noch – bei Bedarf – ein feineres Sägeblatt dazu kaufen. Den Laser kann man für sehr präzises Arbeiten zwar vergessen, aber man kann die Werkstücke durchaus genau positionieren, so dass das nicht weiter ins Gewicht fällt.

Wer also eine günstige und trotzdem leistungsfähige Kappsäge mit Zugfunktion sucht (Aktuell zwischen 190 und 250 Euro), ist mit der Metabo KGS 216M sehr gut beraten.

Nachtrag: Bei den letzten Benutzungen trat das Phänomen auf, dass der Anfang eines jeden Schnittes wellig wurde. Zuerst führte ich das auf einen eventuellen Bedienungsfehler meinerseits zurück.

Nun hat allerdings unten ein Leser geschrieben, dass bei ihm das selbe Problem auftritt, so dass ein Bedienungsfehler recht unwahrscheinlich ist. Nachdem ich die Säge nun allerdings verkauft habe, da sie zu viel Platz wegnahm, kann ich das leider nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht kann einer der zukünftigen Leser etwas dazu sagen.

Nachtrag 07.08.2014: Ich habe soeben eine E-Mail an Metabo geschrieben, mit der Bitte, ob sie mir etwas zu der Problematik mit den welligen Schnitten bei der Nutzung der Zugfunktion sagen können. Ich bin gespannt auf die Antwort und werde über die Antwort hier berichten.

Nachtrag 19.08.2014: Da sich Metabo bisher nicht gemeldet hat, vermute ich, dass da auch nichts mehr kommen wird. Ein jeder möge sich selber seine Gedanken darüber machen…

41 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Marc Zahn

      Nee – Nicht direkt. Die Mutter dient nur dazu, die eigentliche Schraube, die lediglich ein ca. 2 cm langes Gewinde ist, festzuzurren – Aber eben nur von einer Seite 🙂

      Eine Kontermutter ist das doch nur, wenn auf der anderen Seite der Schraube ein Kopf ist – Aber gut, das ist Haarspalterei 🙂

      • Nee, ne Kontermutter hat mit der Schraube eigentlich nix zu tun. eine Kontermutter wird gegen eine andere Mutter geschraubt um diese vorm Lockerwerden zu schützen. Oder reden wir grad aneinander vorbei? :p

        • Marc Zahn

          Nee – Ich hatte anscheinend eine falsch Auffassung davon, was eine Kontermutter ausmacht 🙂 Ich war der Annahme, dass eine Kontermutter das ist, was dem Schraubenkopf „entgegenläuft“.

  1. Nettes Teil, auch wenn sie irgendwie labil wirkt.
    Müsste auch mal einen Bericht zu meiner PCM 8S schreiben.

    Kleiner Hinweis:
    Wenn Du feuchtes oder harziges Holz sägst, decke den Laser ab. Da der in der Wurfbahn der Späne liegt, verklebt der leicht und die Kunststoffeinsätze lassen sich kaum reinigen. Das Problem habe ich zumindest.

    Gruß Ricc

    • Marc Zahn

      Labil? Nein – Kein bisschen. Sie steht wie ein Stein in der Brandung 🙂 Die PCM 8S ist ja auch ziemlich weit verbreitet und steht bei Empfehlungen immer ganz vorn mit dabei. Allerdings ist die Metabo bis auf das Sägeblatt gefühlt immer gleichauf, kostet aber halt ein Drittel weniger. Aber ein Bericht von Dir würde mich interessieren!

      Danke für den Tipp mit dem Abkleben bei so etwas. Das sollte ich generell so machen, damit sich das Ding nicht permanent zusetzt.

        • Marc Zahn

          Was für Blenden meinst Du? Lässt die sich bei Dir nicht abschrauben?

          • Die Abdeckklappe mit den Plexiglaseinsätzen, durch die der Laser und die LED strahlen. Ein ganz einfaches Plastikteil, gibt es aber leider nicht einzeln.

          • Marc Zahn

            Ah, verstehe – Das ist bei der Metabo wirklich lausig gelöst: Da gibt es keine durchgehende Abdeckung, da Laser und Lampe nicht bündig mit der Abdeckung schließen.

  2. Pingback: Bosch PCM 8 S Kapp- und Gehrungssäge mit Zugfunktion | KosmonautinKosmonautin

  3. Ich muss ja mal wirklich gestehen, das ist eine der Besten Beschreibungen, die ich je gelesen habe. Du hast mir sehr geholfen, denn nach dem Wechsel des Blattes war ich fast am verzweifeln.
    Dickes Lob von meiner Seite aus.
    MfG Markus

    • Marc Zahn

      Vielen Dank 🙂

      Was war denn nach dem Wechseln des Sägeblattes?

      • Das Blatt war nicht mehr winkelig und in der Bedienungsanleitung stand nix von der Mutter.

        • Marc Zahn

          Ah, verstehe. Ich selbst bin auf die Existenz der Schrauben auch nur durch Zufall gestoßen. Ich frage mich, warum Hersteller manchmal solche Aspekte nicht erwähnen. Das ist wie mit der Spannkraftsicherung beim Bosch PSB, die nirgends erwähnt wurde 🙂

  4. Bringe heute meine Säge KGS 216 zurück ,schonwieder das Getriebe kaputt.
    Die erste hatte genau das gleiche Problem-die Maschine wurde gegen eine
    neue getauscht.Jetzt habe ich die neue 1Jahr und 1 Monat und das selbe wieder.
    Nach dem ersten Umtausch bin ich vorsichtiger mit der Säge umgegangen und
    dennoch ist das Getriebe im A…. .Ich bin froh,daß das Bauhaus 5 Jahre Garantie
    gibt,aber ich möchte das Teil loswerden um mir was solideres zu kaufen .Da ich
    nur Bretter (kein Metall,Laminat oder so )säge kann es nicht am Umgang mit dem Gerät liegen .Das kleine Getriebe habe ich mal ausgebaut und mir angesehen – soein
    billigen Mist habe ich schon lang nicht mehr gesehen, die Zähne waren nicht abge-
    brochen sondern breitgedrückt und man kann mit dem Schraubenzieher Kerben
    reinkratzen (manche Kunststoffe sind fester ).
    Hat jemand das gleiche Problem damit,dann würde ich das gerne wissen denn ich
    will dieses Teil unbedingt loswerden und etwas halbares kaufen.Das Zanhnrad macht auf mich den Eindruck einer Sollbruchstelle .

    • Marc Zahn

      Hallo Thomas,

      das ist in der Tat ärgerlich. In welchem Umfang hast Du denn die Säge benutzt? Ich würde mir das Getriebe meines Exemplars auch gerne anschauen, aber das ist mir etwas zu heikel. Mich würde auch interessieren, ob jemand dasselbe Problem hat. Allerdings habe ich bis jetzt von niemandem etwas derartiges gehört. Auch nicht von billigeren Alternativen.

  5. Hallo,
    habe seit September 2013 mir auch eine KGS 216 M zugelegt, erste Zeit dachte mir wirklich ne tolle Säge für das Geld: habe ca. 170,00 € bezahlt.
    Säge damit nur dünnwandige Alüminiumprofile ca. 1,5 mm wandstärke plus Dachlatten
    2,4 x 4,5 cm. Mann kann sagen : Säge arbeitet fast im Lehrlauf.
    Vor 2,5 Wochen stelle ich Getriebeschaden fest, die Säge ist seit 2 Wochen bei Metabo zur Reparatur !

    • Marc Zahn

      Ist ja seltsam. Das mit dem Getriebeschaden habe ich bereits vor Kurzem schon einmal gehört. Ich habe damit bereits jede Menge Leimholz – auch zwei Platten übereinander – gesägt und es hatte bisher noch keine Problem :-/

      Allerdings ist es ja ein Witz, dass die Reparatur so lange dauert!

  6. Ich habe letztens bemerkt, dass die Schnitte nicht mehr rechtwinklig zur Längsachse sind. Hast Du da Erfahrung, wo man das justiert? Bei Stellung 0° rastet die Gehrungseinstellung ja ein – damit ist keine Feinjustierung um die 0° möglich. Ich werde mich auch mal auf die Suche nach verborgenen Muttern machen.. 😉 – danke für Deine Beschreibung hier!

    • Marc Zahn

      Du meinst, von oben gesehen, sind die Schnitte nicht genau 90°? Dann musst Du in der Tat den Anschlag (Mit den 4 Inbusschrauben) einstellen. Viel Spaß, das wird ziemlich fummelig 😉 Wenn dem tatsächlich so ist, dann würde ich empfehlen, einen hochwertigen Anschlagwinkel zu benutzen.

    • …ok, das war frei nach dem Motto „lieber 5 Mal gefragt, als selber informiert“… ein Blick in die Bedienungsanleitung hat genügt: es gibt 4 Innen-Sechskant-Schrauben, mit denen der Parallelanschlag gelöst und dann justiert werden kann.

      • Marc Zahn

        Da hast Du recht – Ich hätte auch erst lieber diesen Kommentar hier lesen sollen – Dann wäre die andere Antwort unnötig gewesen 😀

  7. Hallo,

    super Beschreibung!

    Habe jetzt noch eine Frage zu dem Teil – es handelt sich ja um eine Kappsäge / Gehrungssäge und lt. Beschreibung auch um eine Zugsäge.

    Kappsäge und Gehrungssäge ist mir in der Zwischenzeit klar… :=)
    (Kappsäge um. Z.B. Leisten, Laminat, Dielen in der Breite durchzusägen)

    Aber was bedeutet jetzt Zugsäge?

    Kann ich jetzt z.B. einen Laminatboden oder Terassendiele der Länge nach auch abschneiden? (z.B. für Endestücke bei der Verlegung)?

    „Schiebt“ man dann das Brett seitliche vorbei – das kann nicht funktionieren, oder?

    Aber warum heißt das Ding dann Zugsäge?

    • Marc Zahn

      Hallo,

      nein, nicht direkt 🙂

      In diesem Video kann man die Zugfunktion gut sehen: http://www.youtube.com/watch?v=8Zxz6InK-UU. Du siehst am Anfang, wie er den „Sägekopf“ zu sich hinzieht und dann die Säge herunter klappt. Bei einer Kappsäge ohne Zugfunktion könnte er nur die Säge herunter klappen.

      Der Vorteil der Zugfunktion ist, dass man breitere Werkstück sägen kann als mit einer normalen Kappsäge.

      Für Deinen Anwendungsfall (Laminat längs sägen) würde ich so etwas wie die Dremel DSM20 empfehlen.

      • Verstehe – vielen Dank!

        Dann handelt es sich bei diesem Gerät um eine Kappsäge und Gehrungssäge.

        Und um eine kleine “ Zugsäge“… :=)

        • Marc Zahn

          Klein ist relativ – Für diese Geräteklasse hat die KGS schon eine beachtliche Schnittbreite 🙂 Danach kommt bereits langsam das Feld der Kreissägen.

      • Und danke für den Tipp mit der Dremel DSM20 –

        Schaut zwar gut aus – aber bei der ist mir die Schnitttief von max. 2cm dann doch etwas zu gering.

        • Marc Zahn

          Die Schnitttiefe ist in der Tat begrenzt. Ich bin jetzt von Laminat ausgegeangen. Da sollte das doch reichen, oder? Bei einem dickeren Werkstück käme dann natürlich direkt eine Stichsäge in Frage. Eine Handkreissäge ist, glaube ich, auch etwas überdimensioniert.

          • Würde eigentlich für Terassendielen brauchne die zwischen die vermutlich 25-35mm dick sind

  8. Marc Zahn

    Dann würde sich natürlich doch eher eine Handkreissäge eignen. Vielleicht hast Du ja in der Verwandschaft oder bei Freunden irgendwo die Gelegenheit, ein solchen Gerät auszuleihen.

  9. Hallo, bin seit 02/14 auch Bestitzer einer Metabo KGS 216M. Habe mir die Säge zugelegt um mein Holz mit 100% geraden Schnitten zu zuschneiden. Also Säge ausgepackt, montiert, das erste Holz (Kiefer 80×55) mit der Zugfunktion gesägt und mit dem Winkel gemessen – schräg. Also den Anschlag und das Blatt mit dem Winkel neu feinjustiert. Jetzt das Holz wieder mit Zugfunktion gesägt und ein neues Problem. Der Schnitt wird in sich „wellig“. Von vorn auf das Holz gesehen läuft der Schnitt nach unten links weg, nach ca. 2cm stimmt der rechte Winkel dann. Nachdem nochmaligen justieren wird es auch nicht besser. Die Säge ist neu, habe bisher ca. 20 Schnitte gemacht, langsam und gleichmäßig gesägt aber alle nicht im absoluten Winkel.
    Wer hat auch so ein Problem? Liegt es evt. am original „groben“ Sägeblatt?
    Bin etwas angenervt, ich hatte das von Metabo nicht erwartet.

    • Marc Zahn

      Lustig, dass Du das jetzt schreibst. Bei dei den letzten Malen hatte ich dasselbe Problem. Ich dachte, das wäre auf einen Bedienungsfehler meinerseits zurückzuführen.

      Egal, wie ich gesägt habe – Langsam, schnell, von vorn nach hinten, von hinten nach vorn; es tritt immer dieses Problem auf. Die Idee mit dem Sägeblatt hatte ich auch schon. Allerdings kann ich das jetzt nicht mehr prüfen.

      Ich habe sie vor ein paar Tagen verkauft, weil ich sie einfach nicht sehr oft benutzt habe und den Platz lieber andernweitig verwenden wollte.

    • Hallo Marc und Willi,
      das mit dem welligen Schnitt habe ich auch. Beim Schnitt von Tanne 300 x 55 mm Querschnitt und exaktem Justieren wird der Schnitt in der Dicke (55 mm) nicht eben: die ersten 2 cm sind hinterschnitten, der untere Rest dann im Winkel.
      Ich vermute, das liegt am Lager des Schwenkkopfes, der beim Eintauchen leicht nach rechts kippt, von vorn gesehen. Was meint ihr? Ob sich da was machen lässt?

      • Marc Zahn

        Aber dann dürfte der Schnitt ja nicht wellig sein, sondern müsste sich von einer Seite in Richtung Flucht der gewollten Sägekante bewegen, oder?

      • Hallo Marc, Fritz und Willi
        ich habe genau das gleich Phänomen nachdem ich das Sägeblatt gegen ein feineres gewechselt habe. Die Mutter zur Sägeblatt Befestigung hat recht fest gesessen und ich habe mit etwas mehr Kraft ansetzten müssen (Achtung – Linksgewinde). Nach dem Anbringen des neuen Blattes hatte ich dann auch das Problem des „welligen“ Schnittes.
        So ist die Säge auf jeden fall nicht zu gebrauchen.

        Vermutung: Beim Lösen des Blattes hat sich der Zugmechnaismus verzogen/verbogen und schneidet daher nun wellig.
        Ich muss mich noch einmal tiefer damit befassen bevor ich meinen Gewährleistungsanspruch geltend mache.

        Habt Ihr mittlerweile die Ursache dafür gefunden?
        Danke
        Tim

        • Marc Zahn

          Hi Tim,

          nein, leider ist die Ursache weiterhin nicht bekannt und auch Metabo selbst hat mir auf meine Anfrage hin keine Antwort gegeben. Ich würde auf jeden Fall die Gewährleistung in Anspruch nehmen, denn wie Du schon sagst: Für präzise Schnitte ist sie so nicht zu gebrauchen.

          Bei mir trat das Problem übrigens auch ohne Sägeblattwechsel auf.

          • Ein wellenförmigen Schnitt kann u.a. entstehen wenn:
            1: das „Kipp-Lager“ nicht exakt parallel und rechtwinklig mit die Achsen des Zugmechanismus ausgerichtet ist.
            2: Eine (oder beide) Zugachsen verbogen sind.
            3: Die Lager der Zugachsen laufen nicht parallel.

            Im Fall 1: Der Schnitt über den Zugbereich sollte in Ordnung sein, beim herunter bewegen der Säge (Kappfunktion) „dreht“ man die Säge.
            Im Fall 2 oder 3: Das Sägeblatt bewegt sich mit ein Art von „Schraub“-Bewegung durch das Holz.

            Ich habe selber auch einer, aber (zum Glück) nicht diesen Problem.
            Es kann jedenfalls nicht an das Blatt liegen.
            Bekannt ist auch das man am Handgriff absolut keine Seitlichen Drück ausüben darf. Dies macht der Schnitt nur unsauberer.

            Grtz,
            Paul

          • Marc Zahn

            Hallo Paul,

            danke für die Erläuterungen.

            zu Punkt 1: Dann würde man doch aber eigentlich eher einen Gehrungsschnitt machen, oder?

            Punkt 2 und 3: Die Zugfunktion funktionierte ja einwandfrei – Absolut leichter Lauf, kein Verklemmen und auch kein Spiel. Da die beiden Stangen ja in einem Lager laufen, müssen die meiner Meinung nach schon sehr parallel gewsen sein. Und wenn sie sich hätten verwinden lassen, hätte man das doch an einem gewissen Spiel merken müssen.

            Das wird wohl ein Rätsel bleiben, da sich Metabo ja zu diesem Umstand nicht geäußert hat. Oder hast Du noch eine Idee?

          • Hallo Marc, Paul,

            die Ursache hat sich mit einem Anruf bei Metabo relativ schnell geklärt.
            Die Serviceline ist sehr hilfsbereit und hat einen solchen Fall bisher immer auf ein verzogenes Sägeblatt zurückführen können.

            Ich bin dann etwas stutzig geworden und habe dann das original Sägeblatt wieder montiert.

            Ich staunte nicht schlecht das ab dem ersten Testschnitt alles wieder exakt gerade war.
            Danach habe ich das Sägeblatt mal auf einen Winkel gelegt und gesehen das es einen leichten Bogen hat. Somit läuft es nicht sauber und es kommt zu dem welligen Anschnitt.

            Für mich ist das Thema somit geklärt, einen herzlichen Dank noch einmal and den prima Telefonsupport von Metabo.

            Die Kontaktdaten von Metabo findet Ihr hier.
            http://www.metabo.de/Produkt-und-Anwendungsberatung.110.0.html

            Viele Grüße
            Tim

          • Marc Zahn

            Hallo Tim,

            super, dass Du Dich noch mal meldest! Seltsam – Ich hatte mein Sägeblatt damals nämlich sogar mit einem Haarwinkel ausgemessen und konnte keinerlei Ungleichmäßigkeiten erkennen. Leider kann ich jetzt nicht mehr nachschauen 🙁